Prozess um Fußballwettbetrug am Landesgericht

Am Landesgericht wurde am Mittwoch ein Prozess um möglichen Fußballwettbetrug verhandelt. Ein serbischer Profikicker soll als Spieler Schmiergeld genommen und ein Match gegen Red Bull Salzburg mit-manipuliert haben.

Ein Kapfenberger Teamkollege des Serben ist in diesem Fall schon verurteilt worden. 104.000 Euro sollen der angeklagte Serbe und Teamkollegen mit der Manipulation des Bundesliga-Matches zwischen dem Kapfenberger SV und Red Bull Salzburg vor knapp neun Jahren verdient haben. Dabei sollten einige Kapfenberger gegen Schmiergeld nicht vollen Einsatz zeigen und mindestens null zu drei verlieren. Das Endergebnis war sogar null zu vier.

Fußball-Wettbetrug
ORF
Der 34-Jährige bestritt die Vorwürfe vor Gericht

Angeklagter bestritt Vorwürfe

Der 34-jährige Serbe bestritt vor Gericht ein Wettbetrüger zu sein - er werde zu Unrecht beschuldigt und zwar von einem Verurteilten, der in Panik wahllos Namen genannt habe. Verteidiger Andreas Strobl sagte, dass sein Mandant niemanden kenne, der ihm jemals Geld angeboten hätte für Manipulation. Er habe niemals Geld genommen und auch derjenige, der das angezettelt hat und bereits verurteilt worden ist, hätte mit seinem Mandanten niemals darüber gesprochen, so der Verteidiger des 34-Jährigen.

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Prozess um Fußballwettbetrug

Am Landesgericht Salzburg wurde am Mittwoch wieder einen Prozess um möglichen Fußball-Wettbetrug verhandelt.

Prozess vertagt: Video-Aussage eines „Wettpaten“

Anstifter könnte aber laut Staatsanwalt sogar ein berüchtigter Wettpate sein: Ein Kroate, der als Mitglied einer asiatischen Bande sogar Weltmeisterschafts-Qualifikationsmatches beeinflusst hat. Er soll in diesem Kapfenberg-Salzburg-Fall als Zeuge per Video aussagen, weil er derzeit in Deutschland in Haft ist. Dafür vertagte der Richter die Verhandlung. Die Polizeibehörde Europol deckte im Zuge des Wettskandals europaweit mehr als 400 manipulierte Spiele auf.

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