„Wissenspark Urstein“ soll 2018 fertig werden

Vier von sechs Bauteilen des „Wissensparks Urstein“ in Puch bei Hallein (Tennengau) sollen nach einer Bauzeit von 2,5 Jahren noch in diesem Jahr fertig werden. Das kündigt die Salzburger Projektentwicklungs GmbH (SAPEG) an.

Die Baustelle des Wissensparks existiert schon seit Herbst 2011. Der erste Bauträger schlitterte in die Pleite, dann wurde die Baustelle eingestellt und stand jahrelang still. Sie wurde im November 2015 dann wieder aktiviert.

Odyssee des Projektes nun bald beendet

Die SAPEG investiert nun nach eigenen Angaben rund 100 Millionen Euro in das Kompetenzzentrum für Bildung und Wissenschaft nahe der Fachhochschule Salzburg. Ende April zieht das Hilfswerk Salzburg in das erste Gebäude ein.

Die Gesamtfläche des Wissensparks ist mit 58.000 Quadratmetern rund achtmal so groß wie das Salzburger Fußball-Stadion in Wals-Siezenheim. Das Gebäudeensemble, das durch eine Plaza verbunden ist, wurde vom Architektenbüro Kada/Wittfeld entworfen. „Zukunftsoriente Unternehmen finden hier optimale Bedingungen in einem einzigartigen Ambiente mit Campus-Atmosphäre“, sagte SAPEG-Geschäftsführer Franz Stiller am Dienstag anlässlich eines Lokalaugenscheins in Urstein.

Betreiber verweist auf Standortvorteile

Der Wissenspark punktet laut Stiller auch mit Work-Life-Balance, Kinderbetreuung und staufreier Erreichbarkeit. Die Aufträge für das Mega-Projekt wurden fast zur Gänze an heimische Firmen vergeben. Derzeit sind zwischen 70 und 80 Facharbeiter auf der Baustelle beschäftigt.

Der Bauteil E mit 12.000 Quadratmeter Nutzfläche, der Ende April teilweise bezugsfertig ist, wurde vom „Hilfswerk Salzburg Wohnen & Infrastruktur GmbH“ errichtet und entspricht einer Fläche von 120 Einfamilienhäusern. Damit ist es das größte Gebäude auf dem Wissenspark-Areal. Dort werden die Zentrale des Hilfswerk Salzburg sowie das Hilfswerk Bildungszentrum und eine Kinderbetreuungsstätte ihre Pforten öffnen. Das Gebäude bietet auch Platz für Dienstwohnungen und Büros für zukunftsorientierte Unternehmen, die ersten Mieter werden Ende Mai einziehen.

Wirtschaftliche Belebung des Tennengaues

Die Bauteile C, D und F werden von der SAPEG fertiggestellt. Auf den noch nicht vergebenen Flächen sollen sich vor allem Unternehmen mit einem inhaltlichen Konnex zu den Studienrichtungen der FH Salzburg wie Smart Building, Pflege- und Gesundheitsberufe sowie Informations- und Medientechnologien ansiedeln. Der Bauteil F ist für innovative Start-Up-Unternehmen, Gastronomie und für betriebsbedingtes Wohnen vorgesehen.

Im Jahr 2015 hat die SAPEG, hinter der die Salzburger Immobilientreuhänder GmbH Stiller & Hohla und das Hilfswerk Salzburg stehen, das Projekt vom Projektinitiator Petruswerk übernommen und die Bauarbeiten beim Wissenspark wieder gestartet. Die noch nicht realisierten zwei Bauteile sind als Erweiterungspotenzial für die Zukunft vorgesehen.

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