Atomic: „Wieder Nummer eins bei Alpinski“

Die Skifirma Atomic in Altenmarkt (Pongau)sieht sich nach einigen Durststrecken wieder als Nummer eins am globalen Alpinski-Markt. Wesentlich mitverantwortlich dafür ist ein starkes Geschäft in den USA.

Seit etwa vier Jahren laufe die Firma wieder wie ein Rennski, schreibt auch das Magazin „trend“. „Wir haben in den letzten Jahren schön zugelegt“, wird Atomic-Chef Wolfgang Mayrhofer zitiert. „Jede einzelne unserer Sparten bis hin zur Skibrille ist profitabel. Die Eigentümer sind zufrieden.“

Atomic gehört seit 1994 dem finnischen Amer-Konzern, wurde unter den Finnen in der Folge saniert und hat im vergangenen Geschäftsjahr rund 170 Millionen Euro umgesetzt. Das Betriebsergebnis wird im „trend“ auf rund 15 Millionen Euro geschätzt.

2017 wurden 570.000 Paar Alpinski verkauft

570.000 verkaufte Paar Alpinski im Jahr 2017 bedeuteten rund 19 Prozent Welt-Marktanteil. Damit liegt die Marke Atomic vor Rossignol und Head. Die rund 900 Mitarbeiter in Altenmarkt - weitere 500 seien für Atomic in Bulgarien tätig - fertigen nicht nur Atomic-Equipment, sondern dem Bericht zufolge auch 300.000 „Latten“ der Schwestermarke Salomon sowie Freeski der Konzernmarke Armada, die ebenfalls zum finnischen Amer-Konzern gehören.

Gastarbeiterin bei Atomic
ORF
Im Jahr 2017 hat Atomic 570.000 Paar Alpinski verkauft

Weiters würden auch konzernfremde Produkte aus Salzburg kommen; gemunkelt werde, dass Ski für Kästle und Bindungen für die Schweizer Marke Stöckli bei Atomic in Lohnfertigung produziert würden, schreibt der „trend“. In einem guten Geschäftsjahr würden im Werk ungefähr eine Million Paar Ski produziert, heißt es hinter vorgehaltener Hand von Mitarbeiterseite.

Fünf Prozent des Umsatzes für Forschung

Pro Saison werden von Atomic 60 verschiedene Skimodelle hergestellt. Mehr als 8,5 Millionen Euro oder fünf Prozent des Atomic-Umsatzes fließen pro Jahr in Forschung und Entwicklung. Einer der Schwerpunkte sei das Gewicht. Carbon-Materialien würden dafür sorgen, dass etwa die neue Redster-Serie um 25 Prozent leichter sei als die Vorgängermodelle.

Atomic profitiert aber auch vom Trend zum Tourenskifahren: Mit Tourenski macht Atomic seit einigen Jahren etwa ein Zehntel des Gesamtumsatzes. Forcieren will die Firma auch das Langlaufsegment. Vor einigen Jahren machte der Trend zum Leihski der Ski-Industrie noch großes Kopfzerbrechen. Zwar betrage der Anteil mittlerweile mehr als 50 Prozent des Marktes, doch immer mehr Sportler würden mittlerweile auch bei geliehenen Ski Wert auf Qualität legen. „Die Leute wollen kein altes Zeug mehr“, betont Mayrhofer.

Chinesischer Markt verstärkt im Visier

Geographisch will Atomic sich künftig in China ausbreiten. Erste Atomic-Shops in chinesischen Skiorten gibt es bereits.

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