Quatuor Tchalik gewinnt Mozartwettbewerb

Das junge Streichquartett Quatuor Tchalik aus Frankreich hat den Salzburger Mozartwettbewerb 2018 gewonnen. Zweites in der Sparte Streichquartette wurde das Eliot Quartett aus Deutschland vor den vier Franzosen vom Quatuor Akos.

Die Salzburger Kunstuniversität Mozarteum fördert jedes Jahr junge Musiker aus aller Welt mit diesem internationalen Wettbewerb. Die drei Streichquartette Tchalik, Eliot und Akos waren aus der Vorausscheidung als Finalisten hervorgegangen. Für das Finale wurden sie von der Jury aufgefordert, jeweils ein komplettes Konzertprogramm zu präsentieren. Dieses durfte frei gewählt und gestaltet werden, musste aber mindestens ein Streichquartett von Mozart enthalten.

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Samstag startet der zweite Teil des Wettbewerbs - mit der Sparte Gesang. Hier findet das Finalkonzert mit anschließender Preisverleihung am kommenden Donnerstag statt.

Geschwister siegen souverän

Den Auftakt beim Finale der Streicher machte Quatuor Akos am Donnerstagabend. Es folgten Eliot und schließlich Tchalik, die sich den Sieg und 20.000 Euro Prämie holten. Dieses Quartett setzt sich aus vier Geschwistern einer französischen Musikerfamilie zusammen und debütierte im Jahr 2013. Das seit frühester Kindheit musizierende Ensemble hat schon einige Kammermusikpreise eingeheimst und spielte auf zahlreichen Festivals.

Kleine Hörprobe der Sieger aus Frankreich: Mozarts Streichquartett in D-Dur (KV 499) „Menuetto“:

Bei den Deutschen der einzige Österreicher

Das deutsche Eliot Quartett wurde 2014 gegründet. Es bezieht sich auf den Schriftsteller T. S. Eliot (1888 - 1965) aus St. Louis (Missouri) bzw. London (UK). Die jungen Mitglieder haben in Frankfurt am Main und Madrid studiert. Das Eliot Quartett hat den einzigen Österreicher an Bord, der an dem diesjährigen Wettbewerb in Salzburg teilnahm: Alexander Sachs (Violine). Die Formation hat schon einige Preise bekommen, darunter beim Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin und dem der Steels-Wilsing Stiftung.

Jüngstes Quartett auf drittem Platz

Das 2015 gegründete Quatuor Akos ist bisher vor allem in seiner Heimat Frankreich bekannt und beliebt. Es wird im Juli 2018 beim „Nymphenburger Sommer“ in München aufspielen.

Sonderpreise

Auch den Sonderpreis 2018 für die beste Interpretation eines Streichquartettes von Mozart erhält neben dem Gesamtsieg heuer das Quatour Tchalik aus Frankreich. Dazu kommt noch der Bärenreiter-Urtext-Preis für Quatuor Akos, Eliot Quartet, Quatuor Tchalik. Jury beim Mozartwettbewerb 2018 in der Sparte Streichquartette: Lukas Hagen (Vorsitz), Mark Steinberg, Cibran Sierra Vazquez, Jonathan Brown, Isabel Charisius, Sally Pendlebury, Enrico Bronzi.

Gerald Lehner, salzburg.ORF.at

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