Lifte waren wegen heftigen Sturms gesperrt

Sturm „Burglind“ ist am Mittwoch über Salzburg gefegt - höchste Windgeschwindigkeit waren 127 Stundenkilometer auf der Loferer Alm bzw. 118 auf der Schmittenhöhe. Herausgefordert hat der Sturm vor allem Liftbetreiber.

Dabei wurden laut Meteorologen Windspitzen von 70 bis 100 km/h erreicht. Die Bergbahnen im Bundesland waren auf den Sturm vorbereitet. Seit Mittwoch Vormittag wurden etwa in Saalbach-Hinterglemm (Pinzgau) die Liftanlagen der Reihe nach abgeschaltet und die Kabinen in den Garagen verstaut.

Die Verbindungslifte nach Leogang (Pinzgau) und Fieberbrunn (Kitzbühel/Tirol) wurden vorübergehend gesperrt, damit die Wintersportler nicht in andere Skigebiete gelangen konnten.

Sturm im Skigebiet Saalbach
ORF

„Erste Priorität hat die Sicherheit der Skifahrer“

Gegen Mittag traf die Kaltfront mit Windspitzen von mehr als 100 Stundenkilometern Saalbach-Hinterglemm. Aus Sicherheitsgründen musste der Liftbetrieb auf vielen Strecken eingestellt werden. Skifahrer mussten umkehren, Gondeln und Liftsessel wurden vom Seil genommen, bestätigt Betriebsleiter Jakob Niederseer:

„Erste Priorität in so einem Fall ist, dass man die Leute am Lift in Sicherheit bekommt. Die Bahn wird sofort leer gefahren. Dann werden die Sessel in die Garage gefahren, damit keine Schäden entstehen. Dann muss man schauen, dass auch die Pisten leer sind. Und wenn der Transport ins Tal mit dem Lift zu gefährlich ist, dann muss man diese Gäste eben mit dem Skidoo in Sicherheit bringen“, schildert Niederseer.

Gesperrte Skilifte in Saalbach- Hinterglemm
Michael Hufnagl/ORF
Die meisten Liftanlagen blieben am Mittwochmittag wegen heftiger Sturmböen gesperrt

„Spätestens bei Tempo 60 ist Schluss“

Eine Stunde zuvor war vom Sturmtief noch nichts zu sehen. Doch bereits beim aufkommendem Wind und besonders Sturmwarnung reagieren die Bergbahnen und beginnen, Lifte und Pisten zu sperren. Technische Systeme überwachen genau Windstärke und Windrichtung, die auf die Liftanlagen trifft. Spätestens wenn es mit Tempo 60 bläst, ist Schluss.

Sturm im Skigebiet Saalbach
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Eine Stunde zuvor war vom Sturm noch nichts zu bemerken

Damit soll verhindert werden, dass die Tragseile aus den Rollen springen, während Wintersportler transportiert werden, erläutert Betriebsleiter Niederseer. „Die Machinisten sind bestens darin geschult, gleich Alarm zu schlagen, wenn es gefährlich wird. Das melden sie dann sofort dem Betriebsleiter und so muss man schauen, dass man das Problem im Griff hat.“

Stau vor talwärts fahrenden Gondeln

In Saalbach trauten sich einige Skifahrer am Mittwoch während des Schlechtwetters nicht mehr ins Tal - ein Stau vor den talwärts fahrenden Gondeln war die Folge. Das nahmen die Urlauber aber gelassen.

Sturm im Skigebiet Saalbach
ORF
Vor den talwärts fahrenden Gondeln bildete sich ein Stau

Bergbahnen müssen schon vor Betriebsbeginn planen, wie der Tag laufen wird - welche Lifte geöffnet werden und welche aus Sicherheitsgründen geschlossen bleiben. Eine logistische Herausforderung sind die Verbindungslifte zwischen zusammenhängenden Skigebieten. Wenn diese stillstehen, können Gäste nicht mehr zurück, erläutert der Betriebsdirektor der Bergbahnen Saalbach-Hinterglemm, Walter Steiner.

„Verlassen uns auf Prognosen der Wetterexperten“

„Wir verlassen uns dabei voll auf die Prognosen der Experten von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), die wir bereits um fünf Uhr früh erhalten. Da haben wir schon die ersten Windprognosen im Haus. Und dann wird entschieden, ob man die Liftverbindungen zu den anderen Skigebieten öffnen kann oder nicht. Das kommt einige wenige Male pro Saison vor. Da lässt man dann schon in der Früh die Verbindung geschlossen, damit man nicht am Nachmittag Probleme mit dem Rücktransport der Gäste hat“, schildert Steiner.

Sturm im Skigebiet Saalbach
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Die Bergbahnen sind auch beim Thema Sturm mit bester Technik ausgerüstet

Am Mittwoch mussten in Saalbach-Hinterglemm rund drei Viertel der Lifte wegen des Sturms vorübergehend still stehen. Auch auf den Straßen führte der Sturm zu einigen Problemen. Im Schneetreiben gerieten am Nachmittag mehrere Fahrzeuge auf der Hochkönig-Straße ins Rutschen und standen dann kreuz und quer auf der Fahrbahn, darunter auch ein Postbus. Verletzt wurde niemand.

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Lifte waren wegen heftigen Sturms gesperrt

Sturm „Burglind“ ist am Mittwoch über Salzburg gefegt - höchste Windgeschwindigkeit waren 127 Stundenkilometer auf der Loferer Alm. Gefordert hat der Sturm vor allem Liftbetreiber.

Auch im Verkehr gab es Probleme

Auch auf der Tauernautobahn kam es zu Problemen: Die Einhausung Flachau musste am Nachmittag für rund eine halbe Stunde gesperrt werden, weil dort mehrere Lkw hängen geblieben waren. Auf der Ennstal Straße vom Pongau in die Steiermark, der Katschberg Straße im Pongau und Lungau sowie der Pinzgauer Straße vom Pongau in den Pinzgau kamen die Autofahrer aufgrund der winterlichen Bedingungen ebenfalls nur langsam voran.

Ab Donnerstag wird der Wind wieder deutlich weniger und die Schneefallgrenze soll bis etwa 1.500 Meter steigen.

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