„Aus“ für Aktion 20.000: 300 Jobs hinfällig

Durch das Ende der Aktion 20.000 werden in Salzburg rund 300 Arbeitsplätze wohl doch nicht geschaffen. Die neue Bundesregierung hat das Projekt der alten Regierung gegen Langzeitarbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmer gestoppt.

Sie verweist auf die gute Konjunktur. Geplant war, mit der Aktion österreichweit 20.000 Arbeitslose über 50 Jahre wieder in die Beschäftigung zu bringen. In Salzburg haben laut AMS im Jahr 2017 rund 40 ältere Menschen durch die Aktion einen Job bei gemeinnützigen Einrichtungen oder Gemeinden gefunden.

Diese Arbeitnehmer sind vom Einfrieren der Maßnahmen zwar nicht betroffen, das AMS darf aber keine neuen Zusagen erteilen. Die Regierung begründet das mit Blick auf die Kosten der Aktion und mit der guten Konjunkturentwicklung.

„Betroffene profitieren von guter Konjunktur kaum“

„Die Konjunktur ist inzwischen tatsächlich wesentlich günstiger als noch zu Beginn dieser Aktion. Aber gerade dieser Gruppe von über 50-Jährigen, die schon länger als ein Jahr als arbeitslos vorgemerkt sind, nützt auch diese gute Konjunktur nur sehr eingeschränkt“, betont Siegfried Steinlechner, Leiter des Arbeitsmarktservice in Salzburg.

Türschild des Arbeitsmarktservice (AMS) in Bischofshofen (Pongau)
ORF
Die Aktion 20.000 richtete sich an ältere Langzeitarbeitslose

Insgesamt hätten in Salzburg rund 350 Langzeitarbeitslose von der Aktion profitieren sollen, ergänzt Steinlechner. „Die bisherigen Förderfälle werden überprüft. Und dann wird die neue Bundesregierung endgültig entscheiden, ob diese Aktion in der bisher geplanten oder in einer anderen Form fortgesetzt oder eben tatsächlich eingestellt wird.“

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Aus für „Aktion 20.000“

Das Aus trifft in Salzburg vor allem den Pongau. Der war als Pilotregion in Salzburg ausgewählt worden, weil es dort viele ältere Langzeitarbeitslose gibt.

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