Seeham: Verkehrsbelastung im Ort weiter enorm

Die Gemeinde Seeham (Flachgau) kämpft nach wie vor gegen den Durchzugsverkehr im Ortszentrum. Die breiten Straßenmarkierungen als Tempobremse wirken kaum. Zudem blitzte die Gemeinde mit einem neuen Tempolimit ab.

Bis zu 8.000 Fahrzeuge rollen täglich durch das Seehamer Ortszentrum, darunter viele Lastwagen. Die Obertrumer Landesstraße quert das Ortszentrum der Flachgauer Gemeinde. Bürger klagen über eine zu hohe Lärmbelastung, schlechte Luft und gefährliche Situationen für Fußgänger.

Breite Bodenmarkierungen zeigten keine Wirkung

Als letzten Ausweg veranlasste die Gemeinde im vergangenen Herbst extrem breite Bodenmarkierungen, wie auf einer Flugzeug-Landebahn. Diese sollten Raser abschrecken und den Verkehr bremsen. In einer ersten Bilanz aber zeigte sich, die Bodenmarkierungen zeigten in den vergangenen Monaten keine Wirkung. „Kurzfristig haben die Markierungen etwas gebracht, das haben mir auch die Anrainer bestätigt. Aber auf Dauer tritt der Gewöhnungseffekt ein und viele haben sich an die Bodenmarkierung gewöhnt, rasen aber trotzdem“, sagte der Seehamer Bürgermeister Peter Altendorfer (ÖVP).

Ansuchen um 30er-Beschränkung wurde abgelehnt

Als weiteren Schritt den Ortskern vom Durchzugsverkehr zu entlasten, suchte die Gemeinde bei der Bezirkshauptmannschaft um eine 30er-Beschränkung im Ortszentrum von Seeham an. Bürgermeister Altendorfer blitzte mit dem gewünschten Tempolimit aber ab. „Es hat eine Verhandlung mit der Bezirkshauptmannschaft und dem Verkehrssachverständigen gegeben. Die sind aber zum Ergebnis gekommen, dass die Geschwindigkeit bei uns im Ortszentrum nicht enorm erhöht ist und die Flüssigkeit des Verkehrs erhalten bleiben soll“, ärgerte sich Altendorfer.

In den nächsten Monaten wird die Gemeinde einen neuen Anlauf zur Verkehrsberuhigung im Ort unternehmen, kündigte Bürgermeister Altenberger an. Vorstellbar wäre, die Landesstraße im Zentrum, durch breite Abtrennungen für Fußgänger und Radfahrer zu verengen.

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