Pinzgauer Lokalbahn: Pläne zum 120. Geburtstag

Am 2. Jänner feiert sie ihren 120. Geburtstag: Die Pinzgauer Lokalbahn von Zell am See nach Krimml. Sie ist nach Jahren der Unsicherheit jetzt wieder erfolgreich mit rund 900.000 Fahrgästen jährlich. Ein weiterer Ausbau ist geplant

Die 53 Kilometer lange Schmalspur-Lokalbahn von Zell am See nach Krimml ist seit 120 Jahren das wichtigste öffentliche Verkehrsmittel im Oberpinzgau. Neben zahlreichen Schülern und Berufspendlern spielt die Bahn inzwischen vor allem für den Tourismus und Besucher des Nationalparks im Pinzgau eine bedeutende Rolle, sagt Tourismusreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): „Die Pinzgauer Lokalbahn ist eine Lebensader für den Oberpinzgau.“ Haslauer hatte sich Anfang der 2000er-Jahre für den Erhalt der Strecke eingesetzt - als nach Hochwasserschäden eine Einstellung drohte.

Zuggarnitur der Pinzgauer Lokalbahn auf der Strecke neben der Salzach im Winter
Salzburg AG
Die Pinzgaubahn

Jetzt nutzen rund 900.000 Fahrgäste die Pinzgauer Lokalbahn pro Jahr, davon rund 1.100 Schüler sogar jeden Tag. Seit der Übernahme durch die Salzburg AG ging es bergauf. Zum Vergleich: 2008, im letzten Jahr unter ÖBB-Ägide, wurden in der Pinzgaubahn nur rund 230.000 Fahrgäste transportiert.

Zugverbindungen sollen ausgebaut werden

In nächster Zukunft sollen die Zugverbindungen zwischen Zell am See und Krimml noch weiter ausgebaut werden, sagt Salzburg-AG-Vorstand Leonhard Schitter. Vor allem die Eilverbindungen ab Krimml für Pendler hätten sich in den vergangenen drei Jahren besonders bewährt, so Schitter: „In Kooperation mit der Region und dem Tourismus wollen wir auch weiterhin die Verkehrsströme gezielt steuern und das touristische Angebot weiterentwickeln.“

Weiteres Potenzial gebe es nämlich noch im Tourimus vor allem bei Großveranstaltungen wie den Zeller Sommernachts- und Seefesten oder auch dem Iron Man, wo die Pinzgauer Lokalbahn allein binnen zwei Tagen rund 28.000 Fahrgäste transportiert, heißt es vom Bahnbetreiber Salzburg AG.

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