Nach Lawine: Kritik an sorglosen Skifahrern

Salzburgs Bergretter kritisieren sorglose Skifahrer. Sie bleiben nach dem ersten Lawineneinsatz am Dienstag auf hohen Kosten sitzen, weil Skifahrer den glimpflichen Ausgang eines Lawinenabgangs nicht gemeldet hatten.

Die Skifahrer hatten eine Lawine losgetreten. Sie kamen unverletzt davon und auch sonst wurde niemand verschüttet, was die Wintersportler aber nicht meldeten. Skispuren führten in den Lawinenkegel hinein und hunderte Meter entfernt wieder aus den Schneemassen heraus. Für die Einsatzkräfte war zunächst nicht klar, ob es Verschüttete gibt.

In einer ersten Welle wurden Rettungshubschrauber, Hundeführer und Bergretter alarmiert, dazu kamen Alpinpolizisten, Bergbahnmitarbeiter und weitere freiwillige Helfer. In Summe rückten rund 40 Personen aus. Die Rettungskette und damit auch die Kosten liefen somit an.

„Wer unversehrt davonkommt, soll das melden“

Nachdem klar war, dass niemand verschüttet wurde, war einerseits die Erleichterung bei den Helfern groß - gleichzeitig aber auch der Ärger, weil der Einsatz nicht notwendig war. Viel Zeit und Geld könnten gespart werden, wenn Wintersportler, die Schneemassen auslösen und unverletzt davonkommen, dies auch formlos melden würden, kritisiert Michael Koch von der Bergrettung Obertauern.

„Als die Lawine abging, wurden zwei Skifahrer gesichtet, die später jedoch nicht mehr gesehen wurden. Leider haben die beiden nicht gemeldet, dass sie unversehrt davongekommen sind. Hätten sie das getan, dann hätten wir uns diese Suche ersparen können. Uns würde es die Arbeit sehr erleichtern, wenn man so etwas zum Beispiel einfach bei der nächsten Liftstation meldet. Aber mit diesem Problem werden wir wohl auch den restlichen Winter konfrontiert sein“, sagt Koch.

Bergrettung bleibt auf hohen Kosten sitzen

Ein Bergrettungseinsatz kostet in Salzburg pro Mann und Stunde 38 Euro. Wenn der Notarzthubschrauber kommt, dann stehen durchschnittlich 3.500 Euro auf der Rechnung. Nach der Lawinensuche in Obertauern von Dienstag bleibt die Bergrettung nun auf den Kosten sitzen. Lediglich den Leerflug des Rettungshubschraubers zahlt das Land, Basis dafür ist Salzburger Rettungsgesetz.

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