Marionettentheater nun Weltkulturerbe

Das Salzburger Marionettentheater gehört seit Donnerstag zum Kulturerbe der UNESCO. Die Betreiber hoffen, diese Auszeichnung möge den Stellenwert weiter erhöhen und mithelfen, die Geldnot zu bekämpfen. Man hofft auch auf mehr Subventionen.

Schon seit 1913 gibt es das Salzburger Marionettentheater. Es ist in vielen Ländern bekannt und beliebt – auch in Übersee.

Gretl Aicher Salzburger Marionettentheater
Salzburger Marionettentheater / marionetten.at

Geschäftsführerin: „Sind sehr berührt“

Das Team darf sich nun über die offizielle Aufnahme seines Theaters ins Weltkulturerbe freuen. Die Urkunde wurde Donnerstag in Wien übergeben, erzählt Geschäftsführerin Barbara Heuberger: „Es ist eine sehr hohe Auszeichnung, dass wir auf dieser Liste sind. Alle, die jemals gespielt, geschnitzt, genäht, inszeniert und geplant haben, dürfen sich diesen Erfolg zuschreiben. Es rührt uns alle sehr.“

Keine festen Subventionen

Zuletzt ließ das Theater durch Geldnot aufhorchen. Es bekommt nämlich von der Kulturpolitik keine regelmäßigen Subventionen wie viele andere Institutionen - obwohl es eines der kulturellen Aushängerschilder Österreichs ist - mit vielen internationalen Tourneen und Auftritten.

Es gebe nur projektbezogene Unterstützung von der öffentlichen Hand, erzählt Geschäftsführerin Heuberger: „Wir können mit diesem Theater in Richtung Zukunft noch sehr viel tun für die Jugend, nicht nur traditionell. So erhoffe ich mir, dass man weiter an uns glaubt.“

Als „immaterielles Kulturerbe“ bezeichnet die UNESCO mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen - zum Beispiel Kunst, Sprachen oder Bräuche.

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ORF-Redakteur Lukas Möschl hat diesen TV-Bericht über das Marionettentheater gestaltet, das nun zum Weltkulturerbe gehört.

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