Heikler Hubschraubereinsatz über Festung

In Salzburg fand Donnerstagfrüh ein heikler Fliegereinsatz statt: Ein Schwerlasthelikopter des französischen Typs „Superpuma“ flog zwei neue Wassertanks auf die Festung Hohensalzburg, das Wahrzeichen der Landeshauptstadt.

Für den Einbau der beiden Tanks hatten im Hof der Burg seit Wochen Sprengarbeiten stattgefunden. Donnerstagfrüh brachte der Hubschrauber dann die Tanks in mehreren Teilen auf die Festung. Die beiden Behälter fassen je 80 Kubikmeter Wasser. Einer ist für die Trinkwasser-, der andere für die Löschwasserversorgung gedacht. Die Tanks machen ein schnelles Reagieren bei einem Brand möglich. Bisher mussten bis zum Eintreffen der Feuerwehr die Trinkwasservorräte der alten Gebäude für die Brandbekämpfung ausreichen.

Genug Reserven für Wasserbedarf der Festung

Der durchschnittliche Tagesbedarf an Wasser beträgt auf der Festung inklusive Gastronomiebetrieb rund 36.000 Liter. „Der alte Betontank, der noch aus den 1940er Jahren stammt, umfasste ein Volumen von 50.000 Litern und wurde jede Nacht befüllt“, berichtete Bauleiter Herbert Gregor. „Auch die neuen Tanks werden weiterhin in der Nacht mit frischem Trinkwasser gespeist werden. Nun werden die Bauteile zusammengebaut, die erste Befüllung soll in rund 14 Tagen stattfinden.“

Im Zuge der Bauarbeiten für die neuen Tanks, die seit September laufen, wurde auch die morsche 200 Jahre alte Festungslinde gefällt. Hier soll auch noch ein Ersatz per Hubschrauber auf die Festung gebracht werden.

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