Fliegerbombe in Salzburg-Aigen entschärft

Eine US-Fliegerbombe hat Mittwochnachmittag zu einer Evakuierung in Salzburg-Aigen geführt. Bei der Furtwänglerpromenade mussten die Bewohner im Umkreis von 200 Metern ihre Häuser verlassen. Die Bombe wurde gegen 16.00 Uhr entschärft.

An der Stelle war schon länger ein Bombenverdachtspunkt - deshalb wurde Mittwochvormittag auf dem Privatgrundstück bei einer Grabung das Kriegsrelikt gesucht. Das Grundstück soll verkauft werden. Gegen 14.30 Uhr entdeckten Arbeiter und Sprengstoffspezialisten von Polizei und Entminungsdienst dann die 250-Kilogramm-US-Fliegerbombe mit Aufschlagzünder. Das Kriegsrelikt lag laut Polizeisprecher Michael Rausch in sechs bis sieben Metern Tiefe.

Die große Tiefe, in der die Bombe lag, sei auch die größte Schwierigkeit beim Entschärfen gewesen, sagte Wolfgang Korner, Leiter des Entminungsdienstes: „Die liegt in Salzburg auf Grund des Seetons in sechs, sieben, acht Meter Tiefe.“ Nach eineinviertel Stunden sei die Entschärfung abgeschlossen gewesen - dann waren Kopf- und Endzünder der Bombe entfernt und „herausgedreht“. Eine wirkliche Gefahr durch die in der Erde liegende Bombe habe aber nicht bestanden, so Korner - der Zünder „braucht wirklich eine starke mechanische Einwirkung“.

Vorsorgliche Sperre in 200 Meter Umkreis

Um Personenschäden bei der Bombenentschärfung zu vermeiden, wurden dennoch Häuser in rund 200 Meter Umkreis evakuiert. Das war rasch erledigt - denn in dem Bereich stehen nur einige wenige Wohnobjekte. Der Entminungsdienst lud das Kriegsrelikt nach der Entschärfung ein und transportierte es ab. Die Sperre konnte parallel dazu aufgehoben werden.

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Fliegerbombe in Salzburg-Aigen entschärft

Mittwochnachmittag haben Spezialisten in Salzburg-Aigen eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft.

Wegen der Sperre waren die Furtwänglerpromenade, der Abfalterhofweg, die Gännsbrunnstraße, die Schwarzenbergpromenade, die Ernst-Grein-Straße, die Ziegelstadlstraße und die Weissenbachstraße zumindest abschnittsweise für Autos, Räder und Fußgänger vorübergehend nicht passierbar.

Karte der Sperrzone in Salzburg Aigen
Polizei Salzburg/SAGIS
Die Sperrzone in Salzburg-Aigen galt von 14.30 Uhr bis zur Entschärfung gegen 16.00 Uhr

Zehn Prozent Blindgänger bei Angriffen 1944/45

In den Jahren 1944 und 1945 flogen die Alliierten von Italien aus insgesamt 15 Luftangriffe auf die Stadt Salzburg. Dabei warfen die US-Bomber laut Polizei mehr als 9.200 Fliegerbomben ab. Experten gehen davon aus, dass rund zehn Prozent der Bomben Blindgänger waren. Zuletzt wurde in Salzburg-Parsch eine Fliegerbombe freigelegt - mehr dazu in Fliegerbombe behindert Sanierungsarbeiten (salzburg.ORF.at; 13.12.2016).

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