Sturm hielt Feuerwehren auf Trab

Bis Sonntagabend waren 1.600 Feuerwehrleute damit beschäftigt, die Sturmschäden in Salzburg zu beseitigen. Verletzt wurde niemand. 3.000 Haushalte waren vorübergehend ohne Strom.

Das Sturmtief „Herwart“ mit Spitzen von 120 Kilometer pro Stunde hat an 400 Einsatzstellen vom Flachgau über den Tennengau bis zum Pinzgau und Pongau Bäume umgeknickt, Stromleitungen zerstört und Dächer teilweise abgedeckt.

Das Orkantief hat sich exakt an die Prognosen gehalten. Der Sturm begann Sonntagfrüh im Flachgau, zog dann in die Stadt Salzburg und den Tennengau und verlagerte sich zu Mittag in den Pinzgau und Pongau. In Bad Hofgastein (Pongau) etwa mussten Feuerwehrleute vorübergehend zu dreizehn Einsätzen gleichzeitig losgeschickt werden.

67 von 119 Gemeinden vom Sturm betroffen

Große Schäden seien aber ausgeblieben, bilanziert Landesfeuerwehrkommandant Leo Winter. „Von den insgesamt 119 Salzburger Gemeinden waren 67 vom Sturm betroffen. Ab 7.00 Uhr früh waren bis in die späten Abendstunden insgesamt 1.600 Feuerwehrleute im Einsatz. Da kann man durchaus von einem Großeinsatz sprechen. Es gab nicht nur Sturmeinsätze, sondern beispielsweise auch Kaminbrände, Bäume, die auf Leitungen gestürzt sind oder auch Fahrzeugbergungen. Die Einsätze waren vielfältig.“

Auffällig ist für Feuerwehrchef Leo Winter die Häufung großer Naturereignisse in letzter Zeit. „Solche Großeinsätze nach Naturkatastrophen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. So haben wir inzwischen fast jedes Jahr einen Großeinsatz bei einem Sturm“, sagt Winter.

Größte Schäden in Oberösterreich

Schlimmer als Salzburg hat der Sturm das benachbarte Bundesland Oberösterreich getroffen. Dort wurde mit 180 km/h am Feuerkogel die höchste Sturmgeschwindigkeit gemessen. Es gab dort auch die größten Schäden und zigtausende Haushalte waren ohne Strom.

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