Erstes Skitraining auf 1.800 Metern Seehöhe

Das Skigebiet Resterhöhe beim Pass Thurn in Mittersill (Pinzgau) ist schon in Betrieb und neuer Partner des ÖSV-Teams. Zum Beispiel bereitet sich Michaela Kirchgasser dort auf den Weltcup- und Olympia-Winter vor.

Das Skigebiet Resterhöhe wird von den Kitzbüheler Bergbahnen betrieben.

Nordhang, Seehöhe gut für Schnee

Dort ist es zwar prinzipiell noch genauso grün bzw. braun und aper wie die Berge rundherum. Es gibt aber schon jetzt ein perfekt präpariertes Band in Weiß. Das Band zieht sich von der Berg- zur Talstation, „gebaut“ aus altem Naturschnee vom letzten Winter, der unter einer Isolationsplane über den Sommer gebracht und nun von Pistengeräten verteilt wurde.

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Der Hang ist nach Norden und Nordwesten exponiert. Die auch bei Schönwetter hier wenig intensiv auf die Oberfläche einstrahlende Sonne und die Seehöhe von 1.800 Metern garantieren Bedingungen auch im Herbst, bei denen nicht alles davonschwimmt.

Erste rennmäßige Schwünge

Das ist eine ideale Spielwiese für Michaela Kirchgasser aus Filzmoos (Pongau), die sich nun auf ihre unwiderruflich letzte Saison vorbereitet und nach ihren Knieproblemen mit den ersten rennmäßigen Schwüngen unterwegs ist: „Ich freue mich und bin froh, dass ich es selbst entscheiden habe dürfen. Ich bin sehr fokussiert und genieße es noch einmal.“

Drei Schneedepots haben die Bergbahnen auf der Resterhöhe im vergangenen Spätwinter angelegt und unter einer Isolierung verborgen. Nur 15 Prozent des „weißen Goldes“ sind da über den Sommer abgeschmolzen. Die Massen wurden nun wieder ausgebreitet.

Video der Betreiber in Facebook:

Für Michaela Kirchgasser sind das ideale Voraussetzungen, um sich der Weltcupform zu nähern: „Ich bin jetzt hauptsächlich frei gefahren. Und habe dann beim Stangenfahren geschaut, ob ich es noch kann. Es ist noch ein harter Weg bis Levi, aber ich bin guter Dinge.“

Kirchgasser erst ab Levi dabei

Den Riesentorlauf in Sölden wird Kirchgasser - so wie viele ihrer ebenfalls verletzten Teamkolleginnen - noch auslassen. Erst danach in Levi und bei den Rennen in Übersee wird das ÖSV-Damenteam wieder stärker. Dann nimmt es schon Kurs auf die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang.

Debatten im Web

Das weiße Band auf der Resterhöhe sorgt mittlerweile auch in sozialen Medien im Web für vielerlei, teils auch emotionale Diskussionen. Die einen finden die Idee toll. Andere lehnen sie ab, weil sie mit der aktuellen Jahreszeit nicht zusammenpasse, und die Pistenpräparierung viel Diesel koste.

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