Mehr Verkehrstote: Zuwachs bei Motorradfahrern

In Salzburg sind heuer bisher deutlich mehr Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben als im selben Zeitraum des Vorjahres. Vor allem der Zuwachs bei den tödlich verunglückten Motorradfahrern über 40 Jahren ist auffällig.

Bis 20. September wurden heuer in Salzburg 36 Verkehrstote gezählt - elf mehr als im selben Zeitraum 2016. Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer verdoppelte sich: Von ihnen kamen heuer bereits elf bei Unfällen ums Leben. Eine Ursache dafür sei der schöne Sommer gewesen, heißt es - mit mehr Tagen für Motorradtouren.

Motorradfahrer stirbt bei Verkehrsunfall
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Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer verdoppelte sich heuer gegenüber dem Vorjahr

Risikogruppe: Motorrad-„Wiedereinsteiger“ über 40

Es gebe aber auch noch einen weiteren Grund für die Steigerung, sagt Aloisia Gurtner vom ÖAMTC: „Die meisten der tödlich verunglückten Motorradfahrer, die’s heuer gegeben hat, waren deutlich älter als 40 Jahre. Das bedeutet oft auch nicht allzu viel Routine: Man hat vielleicht vor 20, 25 Jahren den Motorradführerschein gemacht, ist zwischendurch aber nur mit dem Auto gefahren. Und plötzlich steigt man um auf oft sehr schwere, leistungsstarke Maschinen. Und oft überschätzt man dann auch das Können.“

Im ersten Halbjahr 2017 gab es laut Statistik Austria im Bundesland Salzburg auch mehr Unfälle als 2016. Der Anstieg hielt sich mit zwei Prozent aber in Grenzen. Laut Polizei blieb die Zahl von Unfällen mit Verletzten nahezu unverändert.

Österreichweit weniger Unfälle und Verkehrstote

Österreichweit sieht der Trend dagegen positiver aus - hier verringerte sich im ersten Halbjahr sowohl die Zahl der Verkehrstoten als auch die der Unfälle.

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