Wirtschaft fordert Informatik-HTBL

Im Pongau müsse dringend eine neue Informatik-HTBL geschaffen werden, fordern Salzburgs Industrie und Wirtschaft. Zwei Drittel der Unternehmen suchen gut ausgebildete Fachkräfte für IT- und Computertechnik. Es würden viel zu wenige ausgebildet.

Software-Ingenieure sind sehr gesucht. Der Beruf hat allerbeste Aussichten. Jährlich gibt es allein im Land Salzburg 220 neue Jobs auf diesem Sektor. Der Bedarf soll sich laut Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) bis 2030 sogar noch mehr als verdoppeln.

O.K. aus Wien steht noch aus

Die Wirtschaftskammer fordert schon seit längerer Zeit, bei der Handelsakademie in St. Johann (Pongau) ab 2018/19 eine neue Ingenieurschule ins Leben zu rufen. Dann soll mit einer ersten HTBL-Klasse gestartet werden. In den folgenden vier Jahren sollen noch weitere vier dazukommen, bis eine vollständige HTBL geschaffen sei.

„Bisher einzigartige Fächerkombination“

Laut einer Umfrage des ibw halten 88,5 Prozent der Unternehmer den Standort im Pongau für sinnvoll. Nur 5,8 Prozent würden einen Ausbau im Zentralraum der Stadt Salzburg bevorzugen. Die neue Informatik-HTBL soll eine bisher in den westlichen Bundesländern noch nicht vorhandene Fächerkombination bieten: Programmieren, Software-Engineering, Systemplanung, Projektentwicklung, Betriebswirtschaft und Management.

Was tut das Bundesministerium?

Das Projekt wird nun von der Wirtschaftskammer Salzburg in Zusammenarbeit mit dem Land Salzburg und dem Landesschulrat weiter vorangetrieben. Die Zustimmung des Bildungsministeriums in Wien steht aber noch aus. Dieses ist für die Einrichtung einer „Höheren Technischen Bundeslehranstalt“ aber die grundlegende Voraussetzung.

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