Großer Filmpreis für Salzburgerin in Moskau

Der Kinospielfilm „Die beste aller Welten“ des Salzburger Regisseurs Adrian Goiginger hat beim 39. Filmfestival in Moskau einen Preis gewonnen: Verena Altenberger wurde dort als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Es ist für die gebürtige Schwarzacherin Altenberger (Pongau) persönlich schon der zweite große Preis mit diesem Film – nach dem für die beste Schauspielerin im Rahmen des diesjährigen Diagonale-Festivals in Österreich. Für den Film selbst ist es die dritte Trophäe. Er war auch bei der diesjährigen Berlinale nominiert und wurde in der deutschen Hauptstadt mit stolzem Preis bedacht.

Verena Altenberger Schauspielerin
verena-altenberger.com
Altenberger

Problemviertel in Salzburg-Liefering

Altenberger spielt die drogenabhängige Mutter des „Helden“, des siebenjährigen Adrian. „Die beste aller Welten“ zeigt sein oft tristes Leben, wie er es Ende der 1990er Jahre in der nicht immer bestens beleumundeten Bessarabierstraße von Salzburg-Liefering erlebt hat.

Es sei die wahre Geschichte von ihm selbst, sagt Regisseur Goiginger: „Ich möchte mit diesem Film auch einmal ein Viertel zeigen, das sonst nicht so im Mittelpunkt steht, wenn man an Salzburg denkt. Die Stadt ist sehr spannend. Unser Viertel wird vom Rest Salzburgs immer so ein bisschen vergessen und nie thematisiert. Liefering ist ein spannendes und aufregendes Viertel mit allen Höhen und Tiefen, wenn man am Stadtrand ist.“

Drogensüchtige Mutter mit viel Liebe

Die Heroinsucht seiner Mutter hat das Leben von Goiginger geprägt. Dennoch habe sie ihm die beste aller Welten ermöglicht, sagte der junge Regisseur: „Sie hat mir viel Liebe gegeben und hat meine Fantasie immer beflügelt. Liefering war ein großer Abenteuerspielplatz, wo ich eine schöne Zeit hatte.“

Goiginger ist 26 Jahre alt und Student der Filmhochschule Ludwigsburg. Filme macht er schon seit seinem 16. Lebensjahr. Seit seiner Schulzeit an der Handelsakademie in Salzburg mit Schwerpunkt Multimedia dreht und schneidet er Filme. Vieles hat er sich selbst beigebracht.

Gerald Lehner, salzburg.ORF.at

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