Nußdorf baut Hochwasserschutz aus

Die Gemeinde Nußdorf (Flachgau) sichert nach großen Schäden durch Hochwasser ihre 25 Wildbäche ab. Zusammen mit Anrainern, Land und Bund werden in den kommenden zehn Jahren drei Mio. Euro für Schutzbauten investiert.

Nußdorf am Haunsberg
nussdorf.salzburg.at
Nußdorf liegt nicht im Hochgebirge und hat dennoch viele Wildbach-Probleme

Der Zandlbach beim Ortszentrum ist der gefährlichste. Hier beginnen die Arbeiten noch heuer. 2013, 2014 und 2016 war der Bach aus dem Zandlgraben über die Ufer getreten und hatte großen Schaden angerichtet, sagt der Nußdorfer Bürgermeister Johann Ganisl (ÖVP).

Wassergewalt vom Haunsberg

Die meisten Bäche kommen vom steilen Haunsberg in die Ebene unweit des Salzachtales herunter. Gemeinde und Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung haben die Planung für Schutzbauten mit Hochdruck vorangetrieben. Auch die Finanzierung steht schon. Allein die Verbauung des Zandlgrabens kostet 1,2 Millionen Euro. 65 Prozent übernehmen Bund und Land, 25 Prozent kommen von der Gemeinde und zehn von Anrainern.

Finanzierung über Genossenschaft

Die Gemeinde Nußdorf habe ein sehr gut funktionierendes Genossenschaftssystem für die Finanzierung der Wildbachverbauung aufgebaut, sagt Bürgermeister Ganisl. Die Anrainer aller 25 Wildbäche seien organisiert. Für jeden Bach gebe es einen Vertrauensmann, der ehrenamtlich tätig ist.

Alle Bäche werden regelmäßig begangen und inspiziert, in der Regel zwischen April und Juni. Dabei kontrollieren die Vertrauensmänner, ob Bäume, Sträucher oder Steine ins Bachbett gefallen sind. Sie könnten bei Hochwasser zu Verklausungen und in weiterer Folge zu großen Schäden führen. Auch Großgrundbesitzer Max Mayr-Melnhof arbeite bei den Bachbegehungen vorbildlich mit der Gemeinde zusammen, so der Nußdorfer Bürgermeister.

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