Frau überwies Internet-Betrüger 10.000 Euro

Eine 55-jährige Pinzgauerin hat einer Internetbekanntschaft mehr als ein halbes Jahr lang insgesamt 10.000 Euro nach Nigeria überwiesen. Erst am Mittwoch erstattete die Frau Anzeige.

Die Pinzgauerin lernte den mutmaßlichen Betrüger in einem Internetchat kennen. Der Mann gab sich als britischer Arzt aus. Nach mehreren Chatunterhaltungen bat der Mann die Frau um Geld. Der mutmaßliche Betrüger gab an, dass er beruflich in Afrika sei und derzeit finanzielle Probleme habe. Zum ersten Termin überwies die 55-Jährige 2.500 Euro über die Bargeldtransferfirma Western Union. Der angebliche Arzt versprach, das Geld nach seiner Rückkehr nach Europa zurück zu überweisen.

Überweisungen nach Drohung

Als der Mann schließlich abermals um Geld bat, weigerte sich die Pinzgauerin, eine weitere Finanzspritze zu geben. Daraufhin drohte ihr der Betrüger. Er wisse ihre Anschrift und würde ihrer Familie Schlimmes antun, so der Mann. Die 55-Jährige überwies daraufhin abermals eine Finanzspritze von mehreren tausend Euro.

Ende März hätte es zu einem Treffen und einer Geldübergabe am Salzburger Flughafen kommen sollen. Hier erschien der angebliche Arzt aber nicht. Am Nachhauseweg in den Pinzgau fühlte sich die Frau von einem Fahrzeug verfolgt. Sie schloss sich deshalb in ihrer Wohnung ein und überwies erneut eine Geldsumme auf ein Bankkonto nach Nigeria.

Freundin überredete Frau zu Anzeige

Auf Anraten einer Freundin erstattete die Pinzgauerin am Mittwoch bei der Polizei Anzeige. Die Frau überwies über ein halbes Jahr lang insgesamt 10.000 Euro nach Afrika.

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