Belohnung für besseres Mülltrennen

Die Stadt Salzburg will ihre Bürger animieren, den Restmüll besser zu trennen - mit einer Informationskampagne. Denn wenn in der Restmülltonne nicht mehr so viel Abfall landet, wird es günstiger.

Rund 40.000 Tonnen Restmüll fallen in der Stadt Salzburg pro Jahr an. Rund ein Viertel davon ist aber Biomüll, der eigentlich nicht in die Restmülltonne gehört, betont die Stadt. Der Magistrat will deshalb erreichen, dass die Bürger so viel Müll trennen wie nur möglich.

Bub kippt Papiermüll in Papiermülltonne
ORF
Wer besser trennt, braucht eine kleinere Mülltonne und zahlt weniger - das ist die Argumentation der Stadt Salzburg

Trennen im Haushalt wichtig für Recycling

Das richtige Trennen will aber auch gelernt sein. Deshalb beschäftigt die Stadt auch Abfallberater wie Walter Galehr. Er gibt unter Anderem beim Glasmülltrennen Tipps: „Um das zu perfektionieren, kann man noch den Schraubverschluss abnehmen - der kommt zum Restabfall. Wichtig ist: Keine Keramiksachen, zerbrochene Häferl zum Altglas - das gehört zum Restabfall.“

Bei der Salzburger Abfallbeseitigung (SAB) in Siggerwiesen (Flachgau) wird nämlich nur der Plastikmüll aus der gelben Tonne und dem gelben Sack nach unterschiedlichen Stoffen händisch sortiert. Der Restmüll kann nur nach Gewicht gesiebt werden: „Alles, was zu Hause nicht schon vorgetrennt und vorgesammelt wird, hat den Nachteil, dass es bei uns in unseren Anlagen nur mehr zu einem ganz kleinen Teil getrennt werden kann“, sagt SAB-Geschäftsführer Josef Pultar. „Der Großteil ist dann für den Recyclingprozess eigentlich als Rohstoff verloren.“

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Trennmoral verbessern

Wer weniger Abfall verursacht, soll weniger zahlen. Wie das im Alltag konkret funktioniert, berichtet Romy Seidl.

„Wer nicht trennt, bestraft sich selbst“

Auch deshalb will die Stadt die Bürger mit einem neuen Belohungssystem zum vermehrten Mülltrennen motivieren. Wer weniger Abfall produziert, soll weniger zahlen, sagt Winfrid Herbst, Leiter des städtischen Abfallservice: „Es gibt ja Anreize: Je besser die Bürgerinnen und Bürger trennen, desto mehr Platz haben sie in ihrer Mülltonne und desto seltener müssen wir die Tonne entleeren. Das ist der Vorteil für sie. Wir wollen nicht den bestrafen, der nicht trennt - der bestraft sich selbst.“

Denn die Mitarbeiter der Müllabfuhr sehen natürlich, wo viel in den Restmülltonnen landet, sagt Herbst: „Sind überfüllte Tonnen festzustellen, wird eine Meldung zu uns gemacht - und wir nehmen Kontakt mit dem Bürger auf und sagen: Das reicht nicht, er muss eine größere Tonne nehmen (und dafür mehr bezahlen - Anm.). Das ist dann sozusagen die Strafe für das schlechte Mülltrennen. Wer mehr braucht, muss auch mehr bezahlen.“

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