Weibchen für Pandabär „Muki“

Im Salzburger Tiergarten Hellbrunn ist Pandabär „Muki“ seit Donnerstag nicht mehr allein - der Zoo hat ihm eine Partnerin gesucht. Das Schicksal des kleinen roten Pandas hatte vor einigen Monaten die Zoobesucher bewegt.

Am Donnerstag war das erste Rendezvous von „Muku“ mit seinem neuen Weibchen aus Belgien. „Xia“ heißt die Sehnsüchtig Erwartete - sie soll ihn aus seiner Einsamkeit befreien.

Pandaweibchen Xia
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Pandaweibchen Xia

Xia ist eine wahre Schönheit mit einer dunklen Gesichtsmaske und passt nach menschlichem Ermessen geradezu optimal zu Muki, dem Salzburger Pandabären, sagt die Geschäftsführerin des Zoos in Hellbrunn, Sabine Grebner.

„Die beiden sind fast gleich alt, beide sind Juni-Kinder und sind auch noch im Spielalter, wobei sie als Weibchen schon ein bisschen reifer ist als Muki. Aber beide sind von der Entwicklung her sehr gut - es ist also ideal, besser hätte es uns nicht passieren können.“

Pandamännchen Muki
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Pandamännchen Muki ist jetzt nicht mehr allein

Pandas kennen keine Liebe auf den ersten Blick

Doch Liebe auf den ersten Blick sieht anders aus. Die beiden haben am Donnerstag kaum Notiz voneinander genommen, was aber bei Pandas ist das offenbar auch gar nicht zu erwarten ist, erklärt Christopher Köppl, Tierpfleger in Hellbrunn.

„Die beiden sind sich eher aus dem Weg gegangen. Doch Pandas sind auch keine Tiere, die sehr aktiv aufeinander zugehen. Sie halten eher Distanz. Gemeinsame Spiele sollen eine harmonische Beziehung fördern. Man kann das mit Gewürzen und Gerüchen probieren oder mit Schachteln mit Leckereien wie Gemüse oder Bambus, die man aufhängt, damit sie nicht so leicht drankommen und aktiv etwas dafür tun müssen.“

Hoffen auf Nachwuchs

Das Männchen Muki hat eine besondere Geschichte hinter sich: Nach dem Tod der Mutter wurde er vor neun Monaten gemeinsam mit seiner Schwester handaufgezogen, sie ist allerdigns einer Virusinfektion zum Opfer gefallen.

Pandas Xia und Muki
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Beim ersten Rendezvous haben die beiden noch Distanz gehalten

Nun hofft man, dass Muki mit seiner Partnerin für Nachwuchs sorget - denn rote Pandas sind eine stark gefährdete Tierart, sagt Geschäftsführerin Sabine Grebner.

„In ganz Europa gibt es derzeit nur noch 360 Tiere in Zoos, weltweit sind es etwa 700. Und in freier Wildbahn sind es weltweit nur mehr etwa 10.000, also schon sehr wenig.“ In Salzburg hat es bereits viermal Nachwuchs bei den roten Pandas gegeben. Diese Tradition sollen Xia und Muki fortsetzen, auch wenn es am Donnerstag noch nicht danach ausgesehen hat.

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Weibchen für Pandabär „Muki“

Im Salzburger Tiergarten Hellbrunn ist Pandabär „Muki“ seit Donnerstag nicht mehr allein - der Zoo hat ihm eine Partnerin gesucht. Am Donnerstag gab es eine erstes Rendezvous der beiden.

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