Debatte um Rauchverbot beim Autofahren

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert ein Rauchverbot beim Autofahren, wenn Kinder oder Schwangere im Wagen sind. In Italien und anderen Ländern ist Rauchen bei der Fahrt schon länger verboten. ÖAMTC und ARBÖ sind gegen Zwang.

Die Höchststrafe in Italien beträgt 5.000 Euro. Griechenland, Zypern, Australien, Kanada, seit dem Vorjahr auch Frankreich und Großbritannien – das sind die Staaten, aus denen bisher solche Verbote bekannt sind, wenn ein Kind im Auto mitfährt.

VCÖ für gesetzlichen Zwang

In den Niederlanden, Polen, Irland und skandinavischen Ländern wird ein solches Gesetz diskutiert. Der Gesundheitsschutz von Kindern müsse absoluten Vorrang haben, heißt es beim VCÖ. Wenn im Fahrzeug geraucht wird, sei die Schadstoffbelastung sogar 30 Mal höher als in einem Raucherlokal - selbst bei offenem Autofenster.

Rauchen beim Fahren erhöhe auch das Unfallrisiko, so der VCÖ. Untersuchungen in Deutschland hätten ergeben, dass rauchende Autofahrer durch die Ablenkung fast doppelt so häufig in Unfälle verwickelt seien.

ÖAMTC und ARBÖ für Selbstverantwortung

Österreichs Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ sind weiterhin gegen ein gesetzliches Rauchverbot. Man müsse nicht alles regulieren, was ohnehin vielen klar sei. Sie verweisen auf Vernunft und Selbstverantwortung der Erwachsenen, um Kinder und Schwangere vor Rauchbelastung zu schützen.

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