Neue Hoffnung für Migräne Patienten

Wem Tabletten bei Migräne nicht helfen, für den könnte eine neue Operationsmethode aus Amerika infrage kommen. Eine plastische Chirurgin der Barmherzigen Brüder hat sich in den USA ausbilden lassen und wird die Methode künftig anbieten.

Die Operation kommt nicht für alle Migräne-Patienten in Frage - das wird klar betont. Interessenten müssen daher im Vorfeld einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen - so wird herausgefiltert, ob sie in Frage kommen. Elisabeth Russe, plastische Chirurgin bei den Barmherzigen Brüdern, hat sich in Boston für diese Technik ausbilden lassen: „Man kann es sich vorstellen wie eine Karpaltunnel-Operation. Man operiert so, dass man den Nerven Platz schafft und so die Symptome eliminieren kann.“

OP-Methode in den USA sehr erfolgreich

In Amerika gilt diese Operation als erfolgreich im Kampf gegen Migräne, sagt Elisabeth Russe: „Es gibt bereits viele Daten aus Studien, die die Wirkung belegen. Man geht davon aus, dass es etwa bei der Hälfte der Patienten zu einer Eliminierung der Symptomatik kommt.“

Diese Patienten seien sozusagen schmerzfrei, so die Chirurgin: „Über 90 Prozent der Patienten die operiert wurden, haben zumindest eine Verbesserung - in Dauer, Intensität oder Frequenz - der Migräne - Attacken.“ Der Eingriff gilt übrigens als wenig invasiv. Die Patienten können nach einem oder zwei Tagen das Spital wieder verlassen.

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