Einsatzkräfte bekommen Digitalfunk

Nach jahrelangen Ankündigungen und Diskussionen bekommen Polizei, Feuerwehr und Rettung jetzt ein neues, gemeinsames digitales Funksystem. Bis Ende 2017 sollen alle Einsatzkräfte damit ausgestattet sein.

Bei Katastrophen und Großeinsätzen sollen künftig alle Hilfsorganisationen das gemeinsame digitale Funksystem verwenden, damit es zu keinen Pannen kommt. Die Umstellung kostet 21 Mio. Euro, drei Mio. übernimmt der Bund, den Rest bezahlt das Land.

Salzburg habe sich trotz der angespannten Budgetlage zu diesem Schritt entschlossen, sagt Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Denn in der Vergangenheit habe es beispielsweise bei Großübungen mit internationalen Kräften technische Probleme gegeben: „Wenn internationale Kräfte hier geübt haben, mussten wir uns digitale Geräte ausleihen. Wir hätten sonst nicht kommunizieren können.“

Digitale Funkgeräte für Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz
APA/Harald Schneider
Rettung, Feuerwehr und Polizei sollen per Digitalfunk direkt miteinander kommunizieren können

Vergabe schon einmal gestoppt, jetzt fixiert

Die frühere Landesregierung hatte den Umstieg auf den Digitalfunk, den die Firma Tetron durchführt, gestoppt. Damals war von zu hohen Kosten die Rede, später tauchten Ungereimtheiten bei der Vergabe des Digitalfunks auf.

In Salzburg wurde in den vergangenen Monaten intensiv verhandelt, um das neue Funksystem jetzt einzuführen. Am Donnerstag wurden die Verträge mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) unterzeichnet: „Gerade dieses Investment von 21 Mio. Euro ist wichtig, weil wir mit dem Digitalfunk wirklich Leben retten können.“ Ende 2017 soll das neue Funksystem voll ausgebaut sein.

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