Rif für bessere Sportlerunterstützung
In Rif (Tennengau) ist eines von bislang fünf Olympiazentren in Österreich und dieses braucht keinen internationalen Vergleich zu scheuen. Trainings- und Betreuungsmöglichkeiten sind erstklassig, die Hardware stimmt. Probleme tauchen aber bei der Nutzung auf, denn Österreichs Spitzensportler müssen für die Einrichtungen pro Jahr bis zu 3.000 Euro bezahlen.
„Müssen eng zusammenarbeiten“
Walter Pfaller, Geschäftsführer des Olympiazentrums sieht dringenden Handlungsbedarf: „Ich glaube, da müssen wir eng mit dem Ministerium und dem ÖOC zusammenarbeiten. Es kann nicht anstehen, dass von diesen beiden Einrichtung keine Unterstützung Richtung Salzburg und in Richtung der anderen Olympiazentren kommt. Ein Ansatz wäre zum Beispiel die Kostenübernahme von Trainern.“
Es müsse definitiv etwas geschehen - alleine mit Geld verteilen sei es aber nicht getan, so Pfaller weiter. „Man muss sich überlegen, wie der Kindersport organisiert und strukturiert wird. Es ist immer die tägliche Turnstunde ein Thema und das sind Punkte die man ansprechen und ändern muss und erst dann sollte man sich über die nächsten Olympischen Sommerspiele machen.“
Gute Basis muss geschaffen werden
In Österreich würde es vor allem daran scheitern, dass gewisse Organisationen nicht entsprechend miteinander zusammenarbeiten würden, meint Pfaller. „Es ist nicht ein Problem der Sportler oder Funktionäre. Einzelne Einrichtungen spielen einfach nicht zusammen und wir schaffen es nicht, den Sport auf einen Basis zu stellen, die etwas wert ist in Österreich.“
Außerdem müsse man den Sportlern den Weg für die Zeit nach dem Erfolg frei machen. Wer in und für Österreich eine Medaille bei Sommerspielen holt, der investiert zwar viel Zeit und Geld, hat aber am Ende nur wenig Möglichkeiten mit diesem Erfolg zu arbeiten oder Erfahrungen weiterzugeben, kritisiert Pfaller.

