Windrad-Betreiber: „Naturschutz blockiert“

Das Aufstellen von Windrädern in Salzburg werde durch den Naturschutz massiv behindert. Das kritisiert nicht nur Salzburg-AG-Vorstandssprecher Arno Gasteiger, sondern auch der Salzburger Windenergie-Pionier Franz Kok.

Windenergie sei in Salzburg inzwischen zwar politisch gewollt. Aber die Rivalität zwischen Raumplanung und Naturschutzbehörde blockiere jeglichen Fortschritt, sagt Kok, Geschäftsführer der Kolowind Gesellschaft: „Es geht um vier Projekte: Den Kolomansberg (Flachgau), den Ofenauer Berg (Tennengau), das Windsfeld (Pongau) und das Aineck (Lungau). Da ist zwar der politische Wille erkennbar, dass es Windenergie in Salzburg geben soll. Auf der Arbeitsebene ist dieser politische Wille noch nicht erkennbar.“

Naturschutzbehörde soll nicht mehr Verfahren führen

Auf der einen Seite solle es über das Raumordnungsrecht eine Erleichterung des Bewilligungsverfahrens geben - „die Fachbeamten in diesem Bereich gehen auch davon aus“, schildert Kok. Doch in der der Naturschutzbehörde „herrscht in einigen Bereichen noch die Auffassung vor, dass diese Erleichterung nicht greift.“

Um die Genehmigung für Windräder wirklich leichter zu machen, müsse es gesetzliche Änderungen geben, fordert der Windenergie-Betreiber. So sollte nicht mehr der Naturschutz, sondern eine andere Behörde das Verfahren führen: „Das ist - glaube ich - von der Politik auch schon erkannt“, sagt Kok, „Die Naturschutzbehörde tut das, was man sie tun hat lassen über lange Jahre. Ich weiß nicht, ob im Bereich Umweltschutz-Naturschutz der Naturschutz die langfristigen Interessen des Umweltschutzes immer ausreichend würdigt.“

Links:

Öko-Windkraftprojekt durch Naturschutz gefährdet?
(salzburg.ORF.at; 02.12.2011)
- Ärger bei Burgstaller über Energiepolitik
(salzburg.ORF.at; 16.9.2011)

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